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Ahauser Schlossgespräch mit Almut Möller

Zum 67. Ahauser Schlossgespräch kam auf Einladung des aktuellen forums Volkshochschule, des Alexander-Hegius-Gymnasium und des Vereins der Ehemaligen des Alexander-Hegius-Gymnasiums (VDE) Almut Möller nach Ahaus. In der Tonhalle im Kulturquadrat referierte sie über das Thema „Sicherheit in Europa“.

Die Politikwissenschaftlerin Almut Möller, die vor dreißig Jahren am AHG ihr Abitur gemacht hat, ist heute Direktorin für europäische und globale Angelegenheiten bei der unabhängigen Brüsseler Denkfabrik „European Policy Centre“.

In ihrem Vortrag machte Möller deutlich, dass sich das sicherheitspolitische Umfeld in den vergangenen Jahren rasant verändert hat – etwa durch die Annexion der Krim, den Krieg in der Ukraine, Konflikte im Nahen Osten sowie neue Formen hybrider Kriegsführung.

Darauf aufbauend beschrieb sie ein grundlegendes, globales Sicherheitsumfeld, in dem zunehmend ein „Recht des Stärkeren“ gelte und internationale Regeln sowie Institutionen an Bedeutung verlören. Europa stehe dabei von mehreren Seiten unter Druck: Einerseits seien die Vereinigte Staaten kein uneingeschränkt verlässlicher Partner mehr, andererseits untergrabe Russland mit seinem Vorgehen das Völkerrecht.

Vor diesem Hintergrund stellte Möller zentrale Fragen zur Zukunft Europas: Welche politischen und militärischen Fähigkeiten besitzt der Kontinent, und wie kann er diese gezielt einsetzen? Auch die Rolle der NATO wurde diskutiert, insbesondere im Hinblick auf ihre Weiterentwicklung zu einem zukunftsfähigen Sicherheitsbündnis.

Abschließend ging es um die Perspektiven einer eigenständigeren europäischen Sicherheits- und Außenpolitik. Die Europäische Union müsse hierfür neue Entscheidungsstrukturen entwickeln und ihre vorhandenen Ressourcen bewusster nutzen. Möller betonte, dass Europa resilienter werden und seine Partnerschaften weltweit ausbauen sollte – insbesondere mit Staaten, die an einer regelbasierten internationalen Ordnung interessiert sind. Auch die Bürgerinnen und Bürger seien gefragt, Europa aktiv zu stärken und mitzugestalten.

Im Anschluss an ihren Vortrag diskutierte Almut Möller gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Mia Müller, Matteo Niewerth und Emil Prophet (alle Q1) vom Alexander-Hegius-Gymnasium sowie mit Mathilda Duesmann, die im vergangenen Jahr dort ihr Abitur abgelegt hat und derzeit ein FSJ bei der Volkshochschule absolviert. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen verschiedene Aspekte der Sicherheit in Europa.

Die Veranstaltung war erneut sehr gut besucht; mehr als dreißig Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q1 nahmen daran teil.